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Was ist das Geheimnis einer perfekten Tomatensoße?

Bevor ich das Geheimnis lüfte, muss ich erstmal in Erinnerungen schwelgen.

Wenn ich mich an unsere Urlaube bei meinen Großeltern im ehemaligen Jugoslawien erinnere, dann erinnere ich mich auch unweigerlich an die Tomaten dort. Damals als Kind, habe ich mich immer riesig auf die Tomaten gefreut. Es waren meistens Fleischtomaten, riesige, rote, aromatische Fleischtomaten. Wir haben mit den Tomaten nichts weiter gemacht als sie aufzuschneiden, mit Salz zu bestreuen und dazu gab es ein Butterbrot. Ganz einfach und traumhaft lecker!

Tomaten schmecken aber nicht nur lecker, sie sind auch reich an Vitaminen, Ballaststoffen und Antioxidantien. Eine Tomate ist ein guter Vitamin C Lieferant aber auch reich an Lycopin. Lycopin ist ein Carotinoid und zählt zu den sogenannten Antioxidantien. Das interessante ist, dass Vitamin C hitzeempfindlich ist, und sich leider beim Kochen immer mehr verliert. Aaaaber, das Lycopin wird mehr durch Erhitzen, da beim Erhitzen die pflanzlichen Zellstrukturen aufgebrochen werden und das Lycopin so herausgelöst wird. Also ist ein Tomatensalat ein toller Vitamin C und die Tomatensoße ein super Lycopin Lieferant. Hat Gott sich das nicht wieder toll ausgedacht?! Übrigens, da die Tomaten für Dosentomaten bzw. Glastomaten 🙂 vollreif geerntet und eingekocht werden, haben diese einen hohen Lycopinwert, also im Winter eine gute Alternative zu frischen Tomaten. Ich erwähne bewusst die Tomaten im Glas. Wir steigen gerade auf Glas um. Aber das ist ein anderes Thema, vielleicht auch mal einen Beitrag wert, mal sehn.

Was ist jetzt aber das Geheimnis einer guten Tomatensoße?

Zutaten – Für eine gute Tomatensoße braucht man erstaunlicherweise gar nicht viele Zutaten: Tomaten, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zwiebeln und frische Kräuter. Das war natürlich nicht das Geheimnis, aber jetzt kommt es.

Eine gute Tomatensoße braucht Zeit! Das ist das Entscheidende! Eine gute Tomatensoße muss lange köcheln, Minimum eine halbe Stunde, besser 1 bis 2 Stunden. Bevor ich es nicht selber ausprobiert hatte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es einen erheblichen Unterschied machen soll. Aber es ist ein Unterschied und was für einer. Es ist faszinierend wie sich das Aroma der Tomatensoße verändert. Sie wird wirklich immer besser!

Noch ein kleiner Tipp. Holzige Kräuter wie zum Beispiel Lorbeerblätter gibst Du von Anfang an in die Soße, eher zarte wie Basilikum zum Schluss, so 5 bis 10 Minuten bevor die Soße fertig ist.

Ganz wichtig! Es hat nichts mit dem Geschmack der Tomatensoße zu tun, aber trotzdem ist es mir ein Anliegen Dich darauf aufmerksam zu machen. Häufig wird empfohlen, die Tomaten zu häuten, bevor man sie für die Tomatensoße verwendet. Damit sollen unangenehme Schalenreste in der Tomatensoße vermieden werden. Tu das nicht! Du erinnerst Dich, eben habe ich noch von Lycopin erzählt, und wie Du weißt ist das beste meist in der Schale oder direkt darunter. So ist das auch bei der Tomate, hier befindet sich das Lycopin. Nimm die Tomaten ruhig so wie sie sind und sollten am Ende noch störende Tomatenschalen vorhanden sein, kannst Du die Soße einfach pürieren.

Nun aber zu den Rezepten! Heute stelle ich Dir unsere beiden Lieblingstomatensoßen vor. Unsere Kinder mögen leider einstimmig keine Tomaten, kann ich überhaupt nicht verstehen, ist aber so. Erstaunlicherweise essen sie die Tomatensoße mit Mozzarella gerne, aber nur die! Versteh einer die Kinder. Vielleicht hast Du auch einen bekennenden Tomatenverächter zu Hause und kannst ihn mit der Soße überzeugen? Falls es Dir gelingt, kannst Du es uns gerne mitteilen.

Tomatensoße

Zutaten für 4 Personen:
  • 10 große Tomaten oder 2 x Dosentomaten
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Honig
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • etwas Wasser
  • ein paar Blätter Basilikum
Zubereitung:

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Die Zwiebel würfeln und den Knoblauch pressen. Die Tomaten vom Stielansatz befreien und grob würfeln.

Das Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln dazugeben und glasig dünsten. Das Olivenöl nicht zu stark erhitzen, damit die Zwiebeln nicht anbrennen.

Nun die Tomaten dazugeben und mit einem Schuss Wasser ablöschen. Den Honig, das Salz und Pfeffer hinzugeben und zugedeckt 20 min köcheln lassen. Danach pürieren. Den Knoblauch dazugeben und bei geringer Hitze 1 – 2 Stunden köcheln lassen.

Sollte die Soße zu sehr eindicken, kannst Du etwas Wasser dazugeben. 5 – 10 Minuten bevor die Soße fertig ist den Basilikum dazugeben. Die Soße schmeckt wunderbar zu Nudeln oder Reis. Natürlich Vollkorn!

Ich mache die Soße gerne auf Vorrat und friere sie portionsweise ein, so habe ich immer eine Tomatensoße parat, wenn’s mal schnell gehen soll.

Tomatensoße mit Mozzarella

Zutaten für 3-4 Personen:
  • 500 g Tomaten oder 1 x Dosentomaten
  • 1 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 200 g Mozzarella
  • 2-3 Stängel Basilikum
Zubereitung:

Den Knoblauch pressen. Die Tomaten vom Stielansatz befreien und grob würfeln. Den Basilikum waschen, die Blätter vom Stängel trennen und klein schneiden.

Das Olivenöl erhitzen und den Knoblauch dazugeben. Nun die Tomaten dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und bei geringer Hitze für 30 Minuten köcheln. Den Basilikum und den Mozzarella zu den Tomaten geben und so lange rühren bis der Käse geschmolzen ist. Ich püriere die Tomatensoße wenn sie fertig ist, damit sie klümpchenfrei ist und der Basilikum nicht mehr sichtbar ist. So essen sie meine Kinder lieber.

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