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Kohlrabisuppe mit Croutons

„Kohlrabisuppe?!“…

…kam mir skeptisch durch den Telefonhörer entgegen als ich unlängst mit meiner Schwester telefoniert habe. Ich hatte Ihr erzählt, dass es Kohlrabisuppe zum Mittagessen gab und habe bildlich vor mir sehen können, wie meine Schwester bei dem Wort „Kohlrabisuppe“ ihr Gesicht in Falten gelegt hat. Geht es Dir auch so? Kannst Du Dir auch nicht vorstellen, dass eine Kohlrabisuppe schmecken kann? Ich werde auf jeden Fall versuchen Dich zu überzeugen. Übrigens, Hannah, unsere große Tochter habe ich bereits überzeugt, es ist mittlerweile Ihre Lieblingssuppe.

Bei uns zu Hause gab es Kohlrabi immer als Rohkost mit etwas Salz, was ich auch sehr gerne mag. Ich wusste lange Zeit gar nicht, dass man Kohlrabi gekocht essen kann. Irgendwann waren wir zum Essen eingeladen und es gab eine Kohlrabisuppe als Vorspeise. Ich war überrascht, wie gut eine Kohlrabisuppe schmeckt. Eine Kohlrabisuppe schmeckt ganz anders, als Kohlrabi Rohkost. Kohlrabi verändert beim Kochen deutlich seinen Geschmack. Er wird süßlicher und milder, was auch erklärt warum unsere Große diese Suppe so gern isst.

Und überzeugt? Noch nicht? Vielleicht nachdem Du weißt wie gesund Kohlrabi ist?

Hier ein paar wissenswerte Dinge über Kohlrabi:

Einkauf. Frischen Kohlrabi erkennst du vor allem an knackigen festen Blättern. Kauf den Kohlrabi auch unbedingt mit Blättern, warum erfährst Du gleich. Lass Dich beim Einkaufen nicht von der Größe des Kohlrabis beeindrucken. Als Faustregel gilt je kleiner der Kohlrabi, desto zarter. Größere Knollen sind oft etwas holzig.

Gesundheit. Kohlrabi hat, wie andere Kohlsorten auch einen hohen Vitamin C Gehalt. 100 g Kohlrabi decken schon zur Hälfte den Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem enthält Kohlrabi Vitamin A und K sowie Niacin, Biotin und Folsäure. Kohlrabi ist auch gut für den Magen-Darm-Trakt. Erst einmal ist er leicht verdaulich und bekömmlicher als andere Kohlsorten und außerdem kann er durch seine Senföle schädliche Bakterien im Magen-Darm-Trakt abtöten.  Ganz wichtig: Die Blätter sind das beste am Kohlrabi! Zwei bis dreimal so viele Vitamine und Mineralstoffe finden sich in den Blättern des Kohlrabis, also unbedingt mitessen!

Zubereitung. Am besten isst Du den Kohlrabi roh, damit erhältst Du die meisten Nährstoffe. Wenn Du einen zarten Kohlrabi hast, kannst Du ihn direkt mit der Schale zubereiten. Sollte er eher groß und holzig sein, dann kannst Du die Schale mit einem Sparschäler entfernen und das untere Ende des Kohlrabis entfernen. Solltest Du den Kohlrabi kochen, dann achte darauf, ihn nur so lange als nötig zu garen, 10 – 15 min, sonst verliert er zu viele Nährstoffe. Die Blätter kannst Du kleinschneiden und super in einer Suppe mitkochen. Oder als Garnitur verwenden. Oder mit in einen Salat geben.

So jetzt habe ich Dich bestimmt überzeugt! Dann wagst Du Dich sicherlich neues Terrain zu erobern und eine Kohlrabisuppe zuzubereiten. Los geht’s. Solltest Du bereits ein Kohlrabisuppenliebhaber sein, dann weißt Du ja jetzt schon, dass Dir die Suppe schmecken wird und Du kannst Dich voller Vorfreude ans Kochen machen. 🙂

Zutaten für 4 Personen:

1 Zwiebel
2 – 3 Kohlrabi (je nach Größe)
500 g Kartoffeln
2 EL Olivenöl
1-1 1/2 Liter Gemüsebrühe
1 EL gehackter Thymian
1 Msp. Muskatnuss
50 ml Sahne
1/2 Bund Petersilie
Salz und Pfeffer
3 Scheiben Vollkornbrot
1-2 EL Butter

Zubereitung:

Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Kartoffeln und ggf. den Kohlrabi schälen, und in grobe Würfel schneiden. Die Kohlrabiblätter in streifen schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze dünsten bis sie glasig werden. Die Kartoffelwürfel, Kohlrabiblätter und -würfel dazugeben und kurz mit andünsten. Jetzt die Brühe angießen, so dass das Gemüse einen Fingerbreit bedeckt ist. Das Gemüse 15 min bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Petersilie abbrausen und kleinhacken. Das Vollkornbrot würfeln und die Sahne schlagen. Nun die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin goldgelb braten und herausnehmen. Die Croutons erscheinen noch weich aber sobald sie abkühlen sind sie kross.

Am Ende der Garzeit den Thymian in die Suppe geben. Nun die Suppe pürieren und mit der Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte die Suppe zu dick sein noch etwas Wasser zugeben und nochmals abschmecken.

Die Suppe mit einem Klacks Sahne, den Croutons und der Petersilie anrichten und genießen.

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