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Vollkorn-Tiefkühlpizza selber machen

Michel hat neben mir noch eine große Liebe…

…die Liebe zu Pizza. Bei Michel darf eine Tiefkühlpizza in der Gefriertruhe nicht fehlen.

Wir handhaben es bei uns in der Familie so, dass ich mittags warm koche und Michel abends sein Essen warm gemacht kriegt bzw. nur noch kleine Bestandteile frisch gekocht werden. Und um noch ein wenig auszuholen, ich koche jeden Tag, außer Dienstag, da kocht Michels Mama. Danke Gaby! Manchmal passiert es allerdings, dass die Kinder überdimensionalen Hunger haben oder ihnen das Essen so gut schmeckt, dass sie Papa einfach nichts übrig lassen können, außer vielleicht eine kleine Kostprobe.

Ich wage zu behaupten, Michel mag meine Art zu Kochen, aber er ist auch nie enttäuscht oder sauer, wenn nichts mehr da ist. Bei dem Satz: „Michel, die Kinder haben Dir heut leider alles weggegessen“ vernehme ich sogar ein leichtes Grinsen im Gesicht. Innerlich sagt sich Michel bestimmt: „Yes, it’s Tiefkühlpizzatime!“ Manchmal mache ich schon kommentarlos den Ofen an, da ich sowieso weiß, wenn Michel die Wahl zwischen Brot oder Pizza hat, wofür er sich entscheiden wird. 🙂

Nun findet sich in der Tiefkühltheke leider keine Pizza, die in das Vollwert-Konzept passt. Das heißt, bei Michels Tiefkühlpizza-Konsum musste eine selbstgemachte Tiefkühlpizza her. Ich habe eine Weile herumgetüftelt, wie ich das beste Ergebnis erreiche. Wie ich wenig „Einfrier-Müll“ erhalte und auch möglichst flexibel und platzsparend bleibe. Und Tadaaa! Hier ist mein Experimentierergebnis.

Tiefkühlpizza DIY:

  1. Teiglinge vorbereiten. Als erstes teilst Du den Hefeteig in 4 Portionen und wellst ihn aus. Geht besonders leicht wenn Du ein Stück Frischhaltefolie auf den Teig gibst und dann auswellst. Dann gibst Du den Teig in runde 28er Pizzableche. (Ich werde dafür nicht gesponsert)Die Pizzableche mit etwas Öl einfetten, dann kannst Du den Hefeteig hinein geben. Zum Verteilen des Teigs kannst Du Dir auch wieder das Stück Frischhaltefolie her nehmen.
  2. Teiglinge bestreichen. Nun kannst Du die Teiglinge mit Tomatensoße bestreichen und mit Mozzarella belegen.
  3. Teiglinge backen. Jetzt könnte man sie eigentlich schon einfrieren, aber die Gefahr besteht, dass der Teig durch die Tomatensoße matschig wird. Deshalb backst Du die Pizzateiglinge am besten 5 min vor. Somit ist dieses Problem behoben. Jetzt müssen die Pizzen erstmal abkühlen.
  4. Rohlinge einfrieren. Wenn sie vollständig abgekühlt sind, kannst Du sie entweder fertig belegen oder als Rohling einfrieren. Meistens friere ich den Rohling ein, denn frisch belegt finde ich die Tiefkühlpizza am besten. Zum Einfrieren verwende ich 8 Liter Gefrierbeutel mit Zipp Verschluss. Die Pizzen friere ich 24 h ein.
  5. Platzsparend umtüten. Nach 24 h kannst Du sie aus dem Gefrierschrank holen und vom Pizzablech nehmen. Nun kannst Du alle 4 Rohlinge in einen Gefrierbeutel geben, so lassen sie sich platzsparend stapeln und Du hast die Pizzableche frei für die nächste Fuhre.
  6. Tiefkühlpizza zubereiten. Möchtest Du eine Tiefkühlpizza zubereiten, nimmst Du Dir einfach einen Rohling heraus, belegst ihn nach Belieben und backst die Pizza dann auf unterster Schiene bei 220° Ober-/Unterhize für ca. 15 min aus.
  7. Pizza genießen.

Und, findest Du das auch so toll wie ich?! Ich freu mich jedes mal aufs neue wie ein Schneekönig über meine selbstgemachte Tiefkühlpizza.

Ein Rezept für eine vollwertige Pizza darf natürlich auch nicht fehlen.

Zutaten für Pizzateig:

Zutaten für die Tomatensoße:

  • 10 große Tomaten oder 1 Flasche (700 ml) passierte Tomaten
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Honig
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 – 1 EL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • ggf. etwas Wasser
  • 1 TL getr. Oregano
Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben, Salz dazu und verrühren. Die Hefe zerbröseln und in etwas lauwarmen Wasser auflösen.

In das Mehl eine Mulde machen und die aufgelöste Hefe hinengeben. Mit dem Rühren beginnen, die 4 EL Öl und das restliche Wasser
dazugeben und ca. 10 min kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Nicht irritieren lassen, der Teig ist vor dem Gehen recht klebrig.
Den Teig nun mindestens 1 Stunde gehen lassen.

Währendessen die Tomatensoße kochen.

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Die Zwiebel würfeln und den Knoblauch pressen. Die Tomaten vom Stielansatz befreien und grob würfeln.

Das Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln dazugeben und glasig dünsten. Das Olivenöl nicht zu stark erhitzen, damit die Zwiebeln nicht anbrennen.

Nun die Tomaten dazugeben und mit einem Schuss Wasser ablöschen. Den Honig, Oregano, Salz und Pfeffer hinzugeben und zugedeckt 20 min köcheln lassen.
Danach pürieren. Den Knoblauch dazugeben und bei geringer Hitze 1 Stunde köcheln lassen.

Solltest Du frischen Oregano verwenden, diesen erst 10 Minuten bevor die Soße fertig ist dazugeben.

Nach Belieben belegen. Eine sehr leckere Kombi ist zum Beispiel Zucchini, Oliven, Kapern, Fetakäse.

Tipps: 

  • Weniger ist mehr, übertreibs beim Belag nicht, damit der Boden der Pizza nicht durchweicht.
  • Die doppelte Menge der Tomatensoße zubereiten und eine Hälfte einfrieren. So hast 1x Arbeit und das doppelte Vergnügen.
  • Wenns schnell gehen muss, die Tomatensoße einfach kalt zusammenrühren. Kleiner Geschmacksverlust aber absolut vertretbar.

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