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Wieviel Ballast trägst Du mit Dir rum?

Durch ungesunde Ernährung und zu wenig Sorge für unseren Körper kämpfen manche mit zu vielen Kilos.

Wie sieht es aber mit unseren Seelen aus?

Wieviel „Gewicht“ trägst Du aus der Vergangenheit mit Dir rum? Welche „Schlacke“ sind noch eingelagert? Verletzungen, Haß, Trennungen, Enttäuschungen, Scheitern, böse Gedanken, Verachtung und Sünden die Du im Verborgenen hältst.

Ein neuer Song von einem meiner Lieblingsmusiker Common hat mich besonders bewegt und deshalb möchte ich zu diesem Thema schreiben.

Common schreibt im Lied „Let go“ sehr offen über seine innere Zerissenheit und den Kampf der deshalb in Ihm tobt.

(ich bin) Ein geborener Rebell, hab mein eigenes, inneres Aleppo

Er versucht mit Verzweiflung davon frei zu werden und diese Lasten los zu lassen.

Hier zunächst der Song aus dem Album von August Greene zum Anhören und den Lyrics zum nachlesen. Hier mit dem Google Übersetzer.

Wie werden wir diese „Pfunde“ los?

Ich schreibe ab jetzt in der Ich-Form, denn dieser Soulfood Beitrag betrifft mich zuerst und vielleicht nimmst Du etwas für Dich mit.

Step 1.

Selbsteingeständnis. Ich muss ehrlich mit mir sein. Ja, es gibt Dinge auf die ich nicht stolz bin. Dinge, die ich niemandem zeigen könnte. Stell Dir vor, auf meiner Stirn wäre ein Display, das meine Gedanken und Bilder im Kopf für alle sichtbar machen würde. Sachen, die ich nicht mal meinem besten Freund erzählen würde.

Step 2

Veränderung. Der Entschluss für eine Veränderung muss fallen. Ich bin mir bewusst, dass dieser Ballast in meinem Leben früher oder später nur Schmerz und Enttäuschung verursachen wird. Ich möchte frei davon werden!

Step 3

Stille. In der Hektik des Alltages werde ich keine Zeit und Energie für Veränderung haben. Ich nehme mir also Zeit für mich in Stille. Ein einsamer Ort, ein Spaziergang, nur ich allein mit Zeit zum Nachdenken über mich selbst. Ohne Ablenkung –  also Handy aus! Was könnte ein Ort für Dich sein, an dem Du in Ruhe nachdenken kannst?

Step 4

Gottes Hilfe im Gebet.  Für mich, genau wie für Common, kommt nun Gott ins Spiel. Sünde und Ballast in unseren Seelen ist nämlich das zentrale Thema in der Bibel. Und Gott wurde aktiv. Dies ist immerhin der Grund für Jesu Werk am Kreuz.

Der Rapper und Schauspieler Common schreibt sich in seinem Liedtext die Sorgen von der Seele, man könnte es auch ein intimes Gespräch oder Gebet mit Gott nennen.Er stellt sein dauerndes Scheitern schonungslos dar.

Gott weiss aber gut, dass wir aus eigener Kraft scheitern werden. Wir brauchen seine Hilfe, denn unser „Fleisch“ ist hierbei im Weg.

Im Brief an die Römer ist Apostel Paulus super klar und schreit fast zu Gott:

Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.

Diese Ehrlichkeit fällt mir persönlich auch sehr schwer, weil man doch relativ schonungslos eingestehen muss hier immer wieder zu versagen. Apostel Petrus beschreibt diese Übergabe der Sorgen an Gott in seinem Brief Kapitel 5, Vers 7:

indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch.

Das loslassen von diesen Dingen die uns beherrschen nennt er „Werfen“. Wir erkennen… das kostet Kraft.

Step 5

Taten. Ohne Taten wird aber nichts passieren. Wenn ich die Dinge loswerden möchte, welche mich beherrschen, muss ich Gewohnheiten verändern. Und Du weißt bestimmt genauso wie ich, dass Gewohnheiten ändern nicht leicht ist. Wenn mir die Kraft dazu fehlt, muss ich immer wieder zu Step 4 zurückkehren.

Übrigens, früher dachte ich immer, dass die Bibel nur ein Buch voll mit einem engen Korsett von Regeln und Verboten ist, welche ich sowieso nicht einhalten kann. Heute weiß ich, dass Regeln zu unserem Schutz da sind und uns von Ballast bewahren oder befreien möchten. Es ist so, als hätte Gott uns ein Handbuch für unsere Seele übergeben. Quasi: Basic instructions before leaving earth (B.I.B.L.E.)

Freiheit im Sinne Gottes bedeutet also wie Paulus im Korintherbrief 6,12 schreibt:

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.

Zum Schluss

Das besondere am Glauben an Jesus ist nun folgendes. Nicht meine Werke „verdienen“ Gottes Liebe , sondern sie ist bereits da. Ich bin ein geliebtes Kind Gottes und er hilft mir fortan den Weg des Lebens einzuschlagen.

Auch deshalb bin ich mir bewusst, dass Veränderung ein Prozess ist, der mein Leben lang andauert. Ich setzte mich also nicht unter Druck, sondern gebe Gott Raum um in meinem Leben zu wirken. Meine Zuversicht kommt unter Anderem durch diesen Vers, den Paulus in Kapitel 1,6 tröstend den Philippern schreibt

Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.

Mit dieser Zuversicht bin ich auf der Reise. Auch Common wünscht sich in seinem Song am Ziel anzukommen.

Ich schreie Freiheit, weil ich frei bin, dumm zu sein
Wenn alles fertig ist, werde ich die Kleiderordnung des Himmels haben?
Und in der Lage zu sein, Gott zu lassen und loszulassen

Ich wünsche Dir, dass auch Du „Ballast“ abwerfen kannst und echte Freiheit beginnen darf.

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