Vollkorn-Apfel-Muffins mit Walnüssen
Oktober 5, 2018

Kürbis-Kraut mit Rote Bete-Kompott – mag ich nicht!

Was ist das? Mag ich nicht, ess ich nicht!

Kennst Du das auch? Ich bekomme das von meinen Kindern bei etwas ausgefalleneren Gerichten, wie dem heutigen, regelmäßig zu hören. Nur, wie soll man damit umgehen? Immer darauf achten, dass was für das Kind dabei ist, was es mag? Oder gar einfach für eine Weile auf bestimmte Dinge verzichten und den Wünschen der Kinder entsprechen, um dem „mag ich nicht“ Thema aus dem Weg zu gehen und kein Gemecker am Tisch zu haben?

Eine andere Möglichkeit ist natürlich, einfach gar nicht darauf einzugehen, nach dem Motto: Es gibt was es gibt. Ich muss aber zugeben, es ist schon ganz schön frustrierend, nachdem man Gemüse kleingeschnitten, Kartoffeln gepellt und eine leckere Soße gezaubert und alles liebevoll angerichtet hat, an den Kopf geknallt zu bekommen, „Ihh was gibt’s denn heute zu Essen, das mag ich nicht“.

Ich habe mich irgendwann für den Mittelweg entschieden, denn immer Kartoffelbrei, Möhrchen und Brokkoli… wäre mir dann doch etwas zu öde gewesen. Aber jeden Tag gemecker am Tisch –  Nein danke! Ich verrate Dir heute wie ich es mittlerweile handhabe.

Tipps für ein „mag ich nicht“ freies Essen!

Wünsch Dir was! Wenn ich plane, was es nächste Woche zu essen gibt (ja ich mache einen Wochenplan 😉), dann frage ich die Kinder nach ihren Wünschen. Falls sie sich etwas wünschen versuche ich dem Wunsch gerecht zu werden. Wenn es nicht möglich ist, weil Pfannkuchen, Waffeln und Milchreis in einer Woche dann doch etwas zuviel des Guten sind, dann verteilen wir die Wünsche auf die nächsten Wochen. So funktioniert es eigentlich ganz gut. Sie dürfen mitbestimmen was es gibt und sind dann auch bereiter zu Essen was „ich mir wünsche“.

Anrichten. Wenn möglich versuche ich alles übersichtlich anzurichten, so dass sie erkennen was es zu Essen gibt. Das ist vor allem ein Tipp für die etwas kleineren Kinder, mittlerweile werden die größeren Beiden aber schon experimentierfreudiger.

Mix it. Wenn es das Gericht zulässt, stelle ich auch gerne kleine Schüsselchen mit Zutaten hin und jeder kann sich sein Essen selbst zusammenstellen. Das ist bei 3 Kindern ganz praktisch, denn irgendeiner findet immer etwas aus den Zutaten, das er nicht mag.

Probieren ist Pflicht. Das hilft jetzt nicht unmittelbar für den Frieden am Tisch, aber ist für die Zukunft wichtig. Ich versuche die Kinder dazu zu motivieren, wenigstens zu probieren. Selbst wenn sie nur einmal die Zungenspitze reinhalten und gleich das Gesicht verziehen, aber sie haben wenigstens probiert. Kinder brauchen oft einige Anläufe um einen neuen Geschmack annehmen zu können. Natürlich zwinge ich die Kinder nicht dazu, aber ich ermuntere sie freundlich aber nachdrücklich. Ich erinnere sie auch“ daran, dass manchmal das „merkwürdige Etwas“ doch tatsächlich geschmeckt hat.

DIY. Das hast Du wahrscheinlich schon längst selbst herausgefunden bzw. es steht in jedem Ratgeber, Zeitschrift… Darf Dein Kind beim Kochen mithelfen oder das Essen gar selbst zubereiten, dann wird es das Gericht unter Garantie viel lieber mögen!

Apfel, Karotte & Co. Wenn meine Kids so überhaupt nicht bereit sind das Gericht zu essen, dann dürfen sie sich Obst oder Gemüse zu essen nehmen. So bekommen sie ihre Vitamine und sind glücklich, dass sie das „eklige Zeug“ nicht essen mussten. Außerdem haben sie bei der nächsten Mahlzeit genug Hunger um nicht mehr so „mäkelig“ zu sein. 😉

Ich hoffe der ein oder andere Tipp ist interessant für Dich. Falls Du noch weitere Tipps hast, darfst Du sie mir gerne mitteilen, ich lerne gerne dazu!

Da Du jetzt gewappnet bist mit allerlei Tipps gegen ein „mag ich nicht“ am Tisch liefere ich Dir jetzt die Probe auf’s Exempel. Das heutige Rezept hat auf jeden Fall Potential für ein „mag ich nicht“ Gericht.

Kürbis-Kraut mit Rote-Bete-Kompott

Zutaten:

Für den Kürbis-Kraut

  • 2 TL Öl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 500 g Hokkaido Kürbis (entkernt)
  • 250 g Weißkohl
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 2 EL Honig
  • 125 ml Gemüsebrühe
  • Salz

Für das Rote Bete Kompott

  • 500 g gekochte und geschälte Rote Bete
  • 1  kleine Zwiebel
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 4 EL Honig
  • 100 ml dunkler Balsamico
  • 250 ml Wasser
  • 1 TL Olivenöl

Zubereitung:

Den Kürbis und die Äpfel waschen. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln.

Den Kraut, die Rote Bete, den Kürbis und die Äpfel in ca. 2 cm große Würfel schneiden.

Für das Kürbis-Kraut, das Öl in einer Pfanne erhitzen und bei mittlerer Temperatur die 1/2 der gewürfelten Zwiebel
andünsten. Nun den Honig dazu geben und etwas karamelisieren lassen. Das ganze mit dem hellen Balsamico ablöschen.
Den Kürbis und das Kraut dazugeben, kurz mit anbraten. Dann 1/3 der Apfelwürfel dazugeben und mit Gemüsebrühe
ablöschen. Bei geschlossenem Deckel ca. 15 min garen.

In der Zwischenzeit für das Rote Bete Kompott in einem Topf das Öl erhitzen. Die restlichen Zwiebelwürfel bei mittlerer
Hitze andünsten, ebenfalls etwas Honig dazu geben und auch etwas karamelisieren lassen. Hier nun mit dem dunklen Balsamico
ablöschen. Die Rote Bete und die restlichen Apfelwürfel dazu geben und mit Wasser ablöschen. Das ganze bei mittlerer Hitze
ca. 15 min reduzieren lassen bis es eine sämige Konsistenz hat. Gelegentlich umrühren. Nach Ende der Garzeit mit Salz abschmecken.

Bei dem Kürbis-Kraut nach den 15 min den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit kurz reduzieren lassen. Mit Salz abschmecken.

Das Kürbis-Kraut mit dem Rote-Bete-Kompott anrichten.

Tipps:

  • Wir essen dazu gerne Vollkornreis. Am liebsten Jasminreis.
  • Magst Du gerne süß-sauer? dann ist das Gericht auf jeden Fall was für Dich! Da kann ich auch unsere Süßkartoffeln mit Mango-Avocado-Relish empfehlen.
  • In dem Restaurant in dem wir das gegessen haben gab es noch Apfelchutney dazu, auch sehr lecker!

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