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Bohnen der Dankbarkeit

Du fragst Dich vielleicht was ist das denn? Eine neue Bohnensorte? Du musst dich ein wenig gedulden dann verrate ich es Dir. Aber zuerst widmen wir uns direkt der Dankbarkeit.

Momentan beschäftige ich mich damit wie ich die Kinder bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen kann. Wie ich ihnen am besten Werte vermitteln kann. Und welche Werte ich ihnen mit auf den Lebensweg geben möchte. Dabe bin ich auf die Positive Psychologie gestoßen. Es ist noch ein junges Gebiet der Psychologie, sie wird erst seit ca. 20 Jahren erforscht. In der positiven Psychologie geht es um Charakterstärken. Und eine dieser Charakterstärken ist die Dankbarkeit.

Da habe ich mich natürlich gefragt:

„Wie dankbar sind wir?“

Im ersten Moment denken wir vielleicht, ich sage immer fleißig danke, wenn ich um etwas bitte sage danke, wenn ich ein Geschenk bekommesage danke, bei einem Lob oder Anerkennung

Das ist schon mal gut! Unbedingt beibehalten.

Wie sieht es außerhalb dieser Gepflogenheiten mit unserer Dankbarkeit aus? Was denken wir, wenn wir 2 h beim Arzt sitzen? Oder wenn wir krank werden genau dann wenn wir in den Urlaub fahren wollen? Sind wir dankbar

Ich wage zu behaupten, dass wir in solchen Situationen oft ärgerlich, betrübt oder traurig werden.

Und wenn wir jetzt mal von dem Alltäglichen wegschauen, hin zu unserem gesamten Leben.

Harte Zeiten – Grund zu danken?

Was ist mit den harten Zeiten in unserem Leben, Zeiten in denen es nicht so toll gelaufen ist?

Was für Gefühle tragen wir da in uns? Gefühle der Dankbarkeit? Oftmals vermutlich eher nicht. Manchmal nehmen wir es vielleicht einfach hin als Gegebenheit und machen weiter. Häufig tragen wir es aber auch als schmerzhafte Erinnerung mit uns herum oder auch als Ärger oder Enttäuschung.

An den Folgen setzt dann die Psychologie an. Seither hat man sich in der Psychologie eher mit den negativen Emotionen und ihre Folgen z.B. Depressionen beschäftigt. In der positiven Psychologie geht es nun um die positiven Emotionen. Es geht darum wie wir emotionales Wohlbefinden erreichen können. Ein Schlüssel ist die Dankbarkeit.

Dankbarkeitsstudie

Ich habe dazu einen interessanten Artikel über eine Dankbarkeitsstudie im Spiegel Online gefunden.

Psychologen haben Probanden in 3 Gruppen eingeteilt, die zehn Wochen ein Tagebuch führen und folgendes notieren sollten:

  • Gruppe 1: wofür sie dankbar waren
  • Gruppe 2: was schlecht gelaufen war
  • Gruppe 3: ihre Erlebnisse neutral reflektiert

Bei der Auswertung, stellten sie fest, dass die Probanden der Dankbarkeits- Gruppe ein Dankbarkeitstagebuch geführt hatten

  • optimistischer
  • vitaler
  • lebensfroher

 waren.

Auch körperliche körperliche Symptome wie z. B. Kopfschmerzen reduzierten sich und sie  trieben mehr Sport als die Vergleichsgruppen.

Es gibt auch Versuche die aufzeigen, dass bei leichten bis mittelstarken Depressionen, Antidepressiva durch Dankbarkeitsübungen ersetzt werden können.

Wow, Gott ist groß!

Als ich diese Studie gelesen haben, habe ich nur gestaunt und gedacht: „Wow, ja Gott ist groß!“ Nichts anderes steht in der Bibel.

Das ist die Haltung die Gott von uns möchte:

Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid. Philipper 4,6

Er möchte, dass wir unsere Blickrichtung ändern. Wir dürfen mit allem zu ihm kommen und wir sollen den Blick von den Sorgen abwenden hin zu dem wofür wir dankbar sein können. Gott weiß, dass diese Haltung gut für uns ist und die Psychologen bestätigen es uns.

Hier noch ein Bibelvers:

Freut euch zu jeder Zeit! Hört niemals auf zu beten. Dankt Gott, ganz gleich wie eure Lebensumstände auch sein mögen. All das erwartet Gott von euch, und weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid, wird es euch auch möglich sein. Thessalonicher 5, 16-17

Freuen, beten, danken, in all unseren Lebensumständen, das möchte Gott von uns, weil er weiß was es bewirkt. Wir haben vorhin gelernt, dass wir durch danken mehr Lebensfreude erlagen und durch mehr Freude fällt uns die dankbare Haltung immer leichter. Und das schöne ist Gott verspricht, dass wir diese Haltung auch einnehmen können.

Ich kann Dir versichern, wir können uns für Dankbarkeit entscheiden. Seit dem ich versuche eine dankbare Haltung zu haben, wird die Dankbarkeit immer selbstverständlicher. Und auch dafür bin ich dankbar. Um diese Haltung zu bewahren hilft mir ganz besonders dieser Bibelvers:

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.   Römer 8,28

So fällt das danken doch gleich viel leichter, oder?

Dankbare Haltung leben

Ich möchte Dir ein Erlebnis erzählen:

Im Sommer ist uns genau das passiert wovor man als Mama gerne Angst hat, wenn man in den Urlaub fährt. Eine Magen-Darm Grippe.  Elia, Meleah und ich haben in derselben Nacht einen Magen-Darm-Infekt bekommen, so dass es nicht möglich war, wie geplant in den Urlaub zu fahren. Mein erster Gedanke, als ich wieder denken konnte vor lauter Übelkeit, war: „Dann kann ich jetzt wenigstens entspannt packen und wer weiß wovor uns Gott bewahrt“. Danach kamen natürlich die Gedanken, was wenn Hannah oder Michel sich anstecken, wenn unterwegs … Aber der erste Gedanke war Dankbarkeit. In meinem Herzen hat wirklich eine Veränderung stattgefunden.

Auch in den schwierigen Lebensphasen gelingt es mir immer mehr. Vielleicht nicht in der akuten Phase, aber im Rückblick kann ich mit Dankbarkeit darauf schauen. Das schenkt mir Freude und Ruhe.

Ich freue mich für dich wenn Du bereits solche Dankbarkeit in dir trägst, falls nicht dann möchte ich dich heute unbedingt dazu ermutigen, es macht wirklich einen Unterschied!

Wie wär’s zum Beispiel mit einem Dankbarkeitstagebuch? Ist nicht Dein Ding? Zu aufwändig? Dann habe ich vielleicht etwas einfacheres für Dich. Und jetzt kommen wir zu den Bohnen. Ich möchte eine Geschichte mit Dir teilen.

Die alte weise Frau und die Bohnen

Eine sehr alte, weise Frau verließ ihr Haus nie, ohne vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken. Sie tat dies nicht, um unterwegs die Bohnen zu kauen. Nein, sie nahm die Bohnen mit, um so die schönen Momente des Lebens besser zählen zu können.

Für jede Kleinigkeit, die sie tagsüber erlebte – zum Beispiel einen fröhlichen Schwatz auf der Straße, ein köstlich duftendes Brot, einen Moment der Stille, das Lachen eines Menschen, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels – für alles, was die Sinne und das Herz erfreut, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.

Manchmal waren es auch zwei oder drei Bohnen, die auf einmal den Platz wechselten.

Abends saß die weise Frau zu Hause am Kamin und zählte die Glücksbohnen aus der linken Jackentasche. Sie zelebrierte diese Minuten. So führte sie sich vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war, und freute sich darüber.

Sogar an den Abenden, an denen sie nur eine einzige Bohne zählte, war jeder Tag für sie ein glücklicher Tag – es hatte sich gelohnt, ihn zu leben.

Verfasser unbekannt

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