Portrait_Suzig-blackwhite

Suzanas Story

Was heißt für mich gesunde Ernährung?

 

Ich orientiere mich bei unserer Ernährung vor allem an der vitalstoffreichen Vollwerternährung. Grundsätzlich besteht eine vollwertige Ernährung darin, möglichst naturbelassene und frische Lebensmittel zu sich zu nehmen. Im Gegenzug dazu verarbeitete Lebensmittel zu vermeiden. Mindestens 1/3 der täglich zugeführten Nahrung sollte Frischkost sein.

Für mich persönlich bedeutet das auch vorwiegend Bio Lebensmittel und am besten saisonal einzukaufen.

Letztendlich gibt es ein paar einfache Regeln auf die man achten sollte.

Es wird empfohlen täglich folgendes zu essen:

  • Vollkornbrot
  • Frischkorngerichte
  • Rohkost (1/3 Obst/2/3 Gemüse, z.B. morgens Obst, mittags und abends Gemüse)
  • Naturbelassene Fette wie Butter, Sahne und unraffinierte, kaltgepresste Öle

Folgendes sollte vermieden werden:

  • Auszugsmehle
  • alle Fabrikzuckerarten
  • alle raffinierten Fette
  • Säfte aus Obst und Gemüse, Trockenfrüchte, Eingemachtes (gilt für Magen-, Darm-, Leber-, und Gallenemfpindliche)

Bei bestimmten Erkrankungen ist die Vermeidung bzw. Einschränkung von Tiereiweiß empfehlenswert. Alle übrigen nicht erwähnten Speisen können täglich genossen werden.

Quelle: Dr. M. O. Bruker, Gesund durch richtige Ernährung, emu-Verlag

Im Großen und ganzen halte ich mich daran, ich sehe das aber nicht als Dogma. Ich esse z. B. nicht jeden Tag Brot und wenn ich wo eingeladen bin, wähle ich die für mich am besten geeigneten Beilagen…, wenn ich da aber kleine Ausnahmen machen muss, um niemanden vor den Kopf zu stoßen, ist das für mich absolut akzeptabel. Ich denke, für die eigene Gesundheit hast Du schon viel erreicht, wenn Du auf weiterverarbeitete Lebensmittel, Weißmehl und Zucker verzichtest.

 

Wie bin ich darauf gekommen?

Du fragst Dich wie ich darauf gekommen bin, mich gerade für diese Form zu entscheiden? Auch das war ein Prozess. Ich kämpfe schon seit einigen Jahren mit meinem Gewicht. Ich hatte auch schon Diäten probiert und hatte mal mehr oder minder Erfolg, aber jedes Mal hatte ich den berühmten Jojo-Effekt.

Dann war eine zeitlang meine Schwester zu Besuch und wir haben gesehen was sie isst und was ich esse und da gab es auf jeden Fall einen Unterschied. Ich aß weniger als Sie und nahm aber trotzdem tendenziell eher zu als ab. Für mich war klar ich werde keine Diäten mehr machen und da machte ich mich auf die Suche, woher das kommen konnte. Letztendlich bin ich dann bei der Vollwerternährung gelandet. Ich erfuhr (ist sehr vereinfacht erklärt), dass durch die konventionelle Ernährung, uns von den Lebensmitteln immer ein Bestandteil fehlt. Zum Beispiel beim Weißmehl fehlen uns die Randschichten vom Korn, oder beim Zucker fehlt uns die Zuckerrübe…damit unser Körper alles vollständig und optimal verarbeiten kann. Ich hatte einmal irgendwo gelesen, dass man den Körper mit einer Firma vergleichen kann. Eine Firma benötigt verschiedene Rohstoffe um zu arbeiten. Es gibt viele verschiedene Abteilungen mit bestimmten Zuständigkeiten. Wenn aber nun Teile fehlen, müssen einzelne Abteilungen warten bis geliefert wird, und somit gerät alles ins stocken. Durch diese Fehlernährung können verschiedene Kankheiten entstehen, die auf Stoffwechselstörungen zurückzuführen sind, wie zum Beispiel Diabetes, Allergien, Rheuma, oder eben Übergewicht… wie in meinem Fall. Für mich ergab das alles Sinn und ich dachte, ja das könnte sein, das probier ich aus!

 

Was sagt die Bibel dazu?

Als ich gelesen hatte, dass der Körper alle Bestandteile braucht um richtig zu arbeiten, habe ich gestaunt und dachte, na klar, Gott hat sich ja was bei gedacht. Er hat uns in jedes Korn, in jedes Gemüse, in jedes Obst… genau das hineingelegt, was der Körper auch benötigt um es zu verarbeiten. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen und das war für mich wieder eine Bestätigung diesen Weg zu gehen.

Ich hatte dann auch einiges in der Bibel nachgelesen und geschaut welche Lebensmittel in der Bibel genannt werden, hier ein paar Bibelstellen:

In Ägypten war das anders! Da bekamen wir umsonst so viel Fisch, wie wir wollten, da gab es Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch. 4. Mose 11,5

Der HERR, euer Gott, bringt euch in ein gutes Land. Es ist reich an Grundwasser, an Quellen und Bächen, die in den Bergen und Tälern entspringen. Es gibt dort Weizen und Gerste, Weintrauben und Feigen, Granatäpfel, Oliven und Honig. Ihr werdet nicht von karger Kost leben müssen, es wird euch an nichts fehlen.  5. Mose 8, 7-9

Stärkt mich mit Rosinenkuchen, erfrischt mich mit Äpfeln, denn ich bin krank vor Liebe! Hoheslied 2,5

 Noch in derselben Nacht müssen sie das Fleisch über dem Feuer braten. Dazu sollen sie bittere Kräuter essen und Brot, das ohne Sauerteig gebacken ist. 2. Mose 12,8

Nimm du dir auch Weizen und Gerste, Bohnen und Linsen, Hirse und Spelt und tue sie in ein einziges Geschirr und bereite dir Brot daraus,… .  Hesekiel 4,9

 Bringt dem Mann etwas von den besten Erzeugnissen unseres Landes: kostbare Harze, außerdem Honig, Pistazien und Mandeln.  1. Mose 43,11

 Die Ziegen geben Milch für dich und deine Familie und für alle deine Mägde.  Sprüche 27,27

 Die Israeliten hatten Sahne, Butter, sie tranken Milch von ihren Herden und aßen gutes Fleisch vom Lamm. Aus Baschan kamen Schafböcke; sie hatten Ziegen, besten Weizen, dazu noch edlen roten Wein.  5. Mose 32,14

Die drei brachten David und seinen Männern Schlafmatten mit, Töpfe und Schüsseln, Weizen, Gerste, Mehl, geröstete Getreidekörner, Bohnen und Linsen, Honig, Butter und Käse sowie einige Schafe und Ziegen. Denn sie dachten: »Bestimmt sind sie hungrig, durstig und erschöpft von ihrem Marsch durch die Wüste.« 2. Samuel 17, 28

Milch und Butter hatte ich im Überfluss, aus der Olivenpresse im Felsen floss das Öl in Strömen! Hiob 29,6

Wenn ich all diese Lebensmittel zusammennehme und mit der Vollwertkost vergleiche, finde ich passt das sehr gut zusammen.

Bei einer vollwertigen Ernährung bilden Obst und Gemüse, Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte, Honig, native kaltgepresste Öle, Butter, Sahne, Milchprodukte die Basis. Eier, Fleisch, Geflügel und Fisch können auch gegessen werden, aber in geringen Maßen.

Damit war meine Entscheidung gefallen, mich für diese Ernährungsform zu entscheiden und ich fühle mich sehr gut damit.

 

Wie habe ich meine Ernährung umgestellt?

Ich rate Dir, wenn Du Deine Ernährung umstellen möchtest, bei allem Eifer und Enthusiasmus, es langsam anzugehen. Denn Du kennst es sicherlich von anderen Bereichen in Deinem Leben, Du machst eine Entdeckung, Du bist völlig begeisterst davon, und nimmst Dir vor, genau so möchte ich es haben und änderst diese Gewohnheit von einem Tag auf den anderen. Die ersten paar Tage geht es gut, vielleicht auch ein paar Wochen, aber ganz langsam, still und heimlich, schleichen sich wieder alte Gewohnheiten zurück, immer öfter weichst Du von Deinen neuen Prinzipien ab, und tadaaa, die alten Gewohnheiten sind zurück und Du lässt es frustriert bleiben. Ich kenne das zumindest nur zu gut.

Ich habe im Juni 2017 meine Ernährung umgestellt. Erst einmal habe ich begonnen den Zucker wegzulassen, was mir in den ersten drei Tagen echt schwergefallen ist, ich hatte auch etwas Kopfweh und natürlich totales Verlangen nach Süßem. Nach diesen drei Tagen ist es mir immer leichter gefallen, und nach kurzer Zeit war es gar kein Thema mehr. Nach ca. 3 Wochen hatte ich festgestellt, dass ich seit diesen 3 Wochen keine Blähungen mehr hatte. Gehörte sonst zu meinem Alltag. Das war auf jeden Fall ein Ansporn um weiterzumachen.

Als nächstes habe ich das Weißmehl umgestellt und habe begonnen nur noch Vollkornprodukte zu verwenden und auch mein Brot selber zu backen. Am Anfang waren für mich z.B. Nudeln sehr gewöhnungsbedürftig, mittlerweile esse ich sie sogar lieber als normale Nudeln. Die Umstellung auf Vollkorn war für mich dann leider nicht so leicht, da ich gerade als ich mich gefreut hatte die Blähungen los zu sein, diese jetzt täglich hatte. Aber ich hatte gelesen, dass die Umstellung ein paar Tage bis ein paar Wochen dauern kann. Bei mir hat die Umstellung natürlich 6 Wochen gedauert!

Als ich diese Umstellung geschafft hatte, ging ich auf unsere Küchenschränke los. Ich habe unsere Küche durchforstet nach „weiterverarbeiteten Lebensmitteln“ wie z.B. Fleischbrühe o. ähnliches und habe sie aus unserer Küche verbannt. Einige Dinge durften noch bleiben, weil ich mich entschieden hatte, für die Kinder die Umstellung eher in einem Zeitrahmen von 2 Jahren zu machen. So, dass sich die Rebellion hoffentlich in Grenzen hält. 😉 Natürlich musste ich jetzt auch beim Einkaufen schauen, was in den ganzen Dingen enthalten ist und ich habe gestaunt, dass wirklich fast überall Zucker oder andere Dinge enthalten sind. Spontan fallen mir Senf, Rahmspinat und Wurst jeglicher Art ein, aber die Liste ist natürlich nahezu unendlich. Das war natürlich ein Lernprozess, der ein bisschen gedauert hat. Aber nach einer Weile habe ich Alternativen gefunden, oder aber habe begonnen manches selbst zu machen. Ich hatte in dieser Zeit auch entdeckt, dass unser Bioladen im Ort „echtes Vollkornbrot“ verkauft, also nicht eingefärbt mit Malz und ohne Zucker, was mich sehr gefreut hat, weil ich auch einfach mal ein Brot kaufen kann und nicht immer selbst machen muss.

Es gab natürlich immer wieder Zeiten in denen ich mich nicht so daran gehalten habe, wie zum Beispiel im Urlaub oder jetzt an Weihnachten. Aber das nehme ich so an, ist halt so und danach führe ich meine neuen Ernährungsgewohnheiten wieder fort. (Allerdings macht meldet mein Körper gleich, dass er das nicht so gut findet) Ich feue mich, dass ich den inneren Schweinehund überwunden hab und ich bin mir sicher, Du kannst das auch. Einfach einen Schritt nach dem anderen tun!